Sie sind hier:  Home  Bauen & Wohnen  

16.10.2015

Wöllstadt bekommt einen Rewe-Markt 

Nun ist es offiziell:

Mit dem Regierungspräsidium Darmstadt ist der Standort zur Ansiedelung eines dringend benötigten, großen Vollsortimentmarktes mit einer Verkaufsfläche von fast 2000 qm am Ortseingang von NiederWöllstadt abgestimmt.

Der von der Gemeinde beantragte, zweite Supermarkt wird mit dem Verweis auf die geringe Größe Wöllstadts nicht genehmigt.

Um über die neue Entwicklung und den sich daraus ergebenden, modifizierten, zeitlichen Ablauf sowie den aktuellen Planungsstand des Bauvorhabens zu informieren, lud Bürgermeister Roskoni am vergangenen Donnerstag den Investor und die im Parlament vertretenen Fraktionen ein.

Roskoni unterstrich, dass es gelungen sei, in vergleichsweise kurzer Zeit dafür zu sorgen, dass Wöllstadt wieder eine attraktive Einkaufsmöglichkeit erhält.

Dies ist als großer Erfolg zu werten, auch wenn der zweite Supermarkt entfalle.

Nachdem man gemeinsam Anfang des Jahres das Gelände am Sportplatz als das mit den besten Aussichten auf schnellstmögliche Realisierung eines Einkaufsmarktes erkannt hatte und kurzfristig das Interesse eines Investors sowie die Zusagen von interessierten Märkten eingeholt werden konnten, wurde im April diesen Jahres von den Gemeindevertretern der Aufstellungsbeschluss gefasst.

Über die Parteigrenzen hinweg waren alle Abgeordneten in dem Bestreben vereint, den Wöllstädter Einwohnern kurzfristig eine fußläufig erreichbare Einkaufsmöglichkeit zu schaffen.

Schon bei Antragsstellung war klar, dass über die Möglichkeit, zwei Märkte in dem verhältnismäßig kleinen Wöllstadt bauen zu dürfen, erst im Laufe des Abstimmungsverfahrens mit den zuständigen Behörden entschieden werden wird. Dennoch wurde der Versuch unternommen und die Maximallösung angestrebt.

Dass nun, nur sechs Monate nach dem Aufstellungsbeschluss, die Abstimmung mit den übergeordneten Ämtern zum Bau wenigstens eines großen Rewe-Marktes zu einem positiven Abschluss gebracht werden konnte, ist für die Belange Wöllstadts ein enormer Fortschritt. Auch wird durch die geplante Bebauung des Geländes an den Sportplätzen mit ausschließlich einem Markt die ursprünglich als problematisch eingestufte Hochwasserlinie nun nicht berührt. Vergleichbare Projekte an anderen Standorten hatten um ein Vielfaches längere Vorlaufzeiten.

Die für den Bau erforderlichen Anträge liegen momentan den zuständigen Behörden zur Bearbeitung vor.

„Sollte es zu keinen unvorhergesehenen Verzögerungen kommen und die kommenden Abstimmungen der Gemeindegremien einvernehmlich erfolgen, könnte nach Schaffung des Baurechts bereits im Spätsommer 2016 mit dem Bau begonnen werden. D.h. eine Eröffnung des neuen Marktes ist in der ersten Jahreshälfte 2017 realistisch. Den Mitbürgern schnellstmöglich eine Einkaufsmöglichkeit zu schaffen war und sollte auch weiterhin oberstes Ziel aller Entscheidungsträger sein.“, appellierte Bürgermeister Roskoni an die Gemeindevertreter.

Nach dem Gespräch der Fraktionen mit dem Investor waren sich auch alle darin einig, gemeinsam an der weiteren Umsetzung zur Verbesserung der Nahversorgung zu arbeiten.



 

 


 

Nahversorger in greifbarer Nähe
Lösungsfindung für die Nahversorgungssituation in Nieder-Wöllstadt 

Einleitung

Seit der Schließung der Nahkauf-Filiale im Sommer 2013 ist es den Nieder-Wöllstädter Mitbürgerinnen und Mitbürgern nicht mehr möglich, sich zu Fuß mit dem Grundbedarf an Lebensmitteln zu versorgen. Diese unbefriedigende Situation gilt es, schnellstmöglich durch die Neuansiedelung eines Vollversorgers zu beseitigen. Soweit sind sich alle Fraktionen in der Gemeindevertretung einig. 

Die Gemeindeverwaltung hat seit Bekanntwerden der Schließungspläne mit dem damaligen Pächter und dem Immobilieneigentümer verhandelt, was leider zu keinem positiven Ergebnis führte. Auch die Bemühungen, Nachmieter aus dem Lebensmittelsektor zu vermitteln, waren nicht erfolgreich.

Da es sich um eine private Immobilie handelt und die Gemeinde hier keinen weiteren Handlungsspielraum sah, begann umgehend die Suche nach alternativen Möglichkeiten. 

Innenentwicklung

Es stand für Bürgermeister, Bauamtsleitung und Gemeindeverwaltung außer Frage, dass oberste Priorität die Stärkung des Ortskerns hat. Folgerichtig setzte man sich intensiv mit den Möglichkeiten auseinander, die sich in der bebauten Ortslage für die Nutzung durch einen Lebensmittelmarkt anboten. Viele Gespräche mit Eigentümern, Anwohnern, Behörden und Ämtern wurden geführt und Grobkonzepte mit Projektentwicklern erstellt, um frühzeitig fundierte Planungsgrundlagen zu erhalten.

Gespräche mit der Unteren Denkmalschutzbehörde des Wetteraukreises, dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Denkmalschutzbeirat machten allerdings sehr schnell klar, dass die Auflagen des Denkmalschutzes im Ortskern durch die notwendige Sanierung und Einbindung der historischen Bausubstanz in die Neubaukonzepte zu hohen und vorab nur schwer kalkulierbaren Kosten führen würden. Diese Vorgaben sowie die ungünstige Verkehrsanbindung für Zulieferer und Kunden machen eine innerörtliche Marktansiedelung unrealistisch.  

Ortsrandlagen

Die Sondierung potentieller Flächen in der Ortsrandlage wurde von Seiten der Gemeindeverwaltung unter Berücksichtigung der bindenden Vorgaben des Regionalen Flächennutzungsplans aufgenommen.

Im Kreis des Gemeindevorstandes und in Ausschusssitzungen führten intensive Diskussionen zur Fokussierung auf vier mögliche Projektflächen.  

 

Landesplanerische Voranfrage

Um das Ziel einer realisierbaren, zeitnahen Umsetzung gewährleisten zu können, stellte die Gemeindeverwaltung für diese vier Flächen eine landesplanerische Voranfrage an die übergeordneten Behörden.

Die planungsrechtliche Einschätzung des Regierungspräsidiums Darmstadt zeigt, dass auf keiner der vier anvisierten Flächen eine schnelle und unbedenkliche Ansiedlung eines dringend benötigten Nahversorgers realisiert werden kann. 

Die Regierungsbehörde sowie der Regionalverband FrankfurtRheinMain legen in ihrer Stellungnahme unmissverständlich dar, dass alle Flächen für die angestrebte Nutzung ein hohes Konfliktpotential aufweisen.

Detailliert werden die regionalplanerischen Ziele und Grundsätze aufgeführt, die der vorgesehenen Nutzung konträr entgegenstehen. Die erforderlichen Genehmigungen für Abweichungen und ein unumgängliches Änderungsverfahren des Regionalplans werden in Bezug auf alle vier Flächen als unwahrscheinlich bzw. nicht erfolgversprechend eingestuft. So sind Raumverträglichkeiten nicht gegeben, erhebliche naturschutzrechtliche Bedenken werden angemeldet und Vorgaben des regionalen Einzelhandelskonzepts sind nicht berücksichtigt.  

Projektfläche 1

‚Neue Mitte‘ zwischen den Ortsteilen im Knotenpunkt der neuen B3/B45 

Diese Fläche fällt durch die optimale Lage an der neuen Ortsumgehung B3/B45 auf. Hier haben verschiedene Betreiber aus der Lebensmittelbranche hohes Interesse einen neuen Standort zu entwickeln. 

Stellungnahme des Regierungspräsidiums Darmstadt:

Die Fläche ist für diese Nutzung im Regionalen Flächennutzungsplan nicht vorgesehen und steht den verbindlichen Beschlüssen des regionalen Einzelhandelskonzeptes entgegen. 

Projektfläche 2

‚Verbindung mit dem Neubaugebiet NW/20‘ zwischen Neubaugebiet und Knotenpunkt 

Diese Fläche greift die Thematik der städtebaulichen Integration auf. Sie liegt direkt angrenzend an das Neubaugebiet ‚In den Weingärten II‘ NW/20 und ist in unmittelbarer Nähe des neuen Knotenpunktes B3/B45. 

Stellungnahme des Regierungspräsidiums Darmstadt:

Im Regionalen Flächennutzungsplan ist hier eine ökologisch bedeutsame Flächennutzung, sprich Vorranggebiet für Natur und Landschaft festgeschrieben.  

Projektfläche 3

‚Erweiterung des Gewerbegebiets „Am Kalkofen“‘ mit neuer Verkehrsanbindung  

Die Bebauung dieser Fläche würde eine Neustrukturierung des vorhandenen Gewerbegebiets „Am Kalkofen“ bedingen. Hierbei soll das Gebiet durch Flächenverlagerung um die nördlich gelegenen Sportplätze herum bis zur jetzigen B3 gezogen werden. Einhergehend mit der Erweiterung müsste eine neue Verkehrsanbindung geschaffen werden, um das vorgelagerte Wohngebiet zu entlasten und eine Verbesserung für Zulieferer und Kunden der bereits bestehenden Betriebe zu erreichen.  

Stellungnahme des Regierungspräsidiums Darmstadt:

Bei dieser Fläche handelt es sich um Vorbehaltsgebiet für den Grundwasserschutz und Bereiche mit besonderen Klimafunktionen. Desweiteren stehen der skizzierten Entwicklung regionalplanerische Ziele und Grundsätze entgegen. 

Projektfläche 4

‚Ilbenstädter Straße‘ oberhalb des Friedhofs in Nieder Wöllstadt 

Diese Fläche liegt sehr nah an Niddatal-Assenheim, wo bereits zwei Vollversorger ansässig sind. Aus diesem Grund besteht von Seiten möglicher Betreiber aus der Lebensmittelbranche kein Interesse einer Standortentwicklung auf diesem Areal. 

Unter Beachtung der vom Regierungspräsidium angemerkten Vorgaben lässt sich eine bisher nicht in Erwägung gezogene, planungsrechtlich unbedenkliche Fläche erkennen, die im beigefügten Übersichtsplan mit einem roten Punkt markiert ist.  

 


Projektvorschlag nach Auswertung der aktuellen Sachlage

Im Prozess der Lösungsfindung zur Platzierung eines Vollversorgers gibt es drei wesentliche Punkte zu beachten:

Erstens muss das Planungsrecht zeitnah gegeben sein,

zweitens muss das Projekt finanzierbar sein, d.h. es muss einen Projektentwickler geben, der als Investor auftritt und

drittens muss es einen Betreiber geben, der die geplante Nutzung umsetzt.  

Das Planungsrecht ist in Nieder-Wöllstadt am ehesten für das Areal zwischen Ortsrand und B3 auf dem Gelände der Sportplätze darstellbar. 

Nach intensiven Sondierungen konnte die Gemeindeverwaltung unter Federführung von Bürgermeister Roskoni einen Projektentwickler finden, der bereit ist, eine konkrete Lösung auf diesem Gelände für Wöllstadt zu planen und zeitnah umzusetzen. Das Areal, welches momentan einen Naturrasensportplatz und einen Hartplatz umfasst, bietet ausreichend Raum zwei Nahversorgungsbetriebe und zugehörige Parkplätze anzusiedeln. Der Zugang erfolgt unmittelbar von der B3 aus bzw. fußläufig durch das angrenzende Wohngebiet. Als Ersatz für die alten Sportplätze sieht das Konzept einen neuen hochwertigen Kunstrasenplatz vor. 

Es liegen belastbare Zusagen von Unternehmern vor, die an dieser Stelle den Betrieb als Vollversorger und Discounter übernehmen wollen. 

Dieses Lösungskonzept stellt die schnellste Möglichkeit dar, um die Nahversorgung in Nieder-Wöllstadt wiederherzustellen und die Einkaufssituation für alle Bürgerinnen und Bürger zu verbessern.

Durch die Möglichkeit der Umsetzung des Bauvorhabens auf gemeindeeigenen Flächen kann die Gemeinde die volle Wertschöpfung generieren. So ist es der Gemeinde möglich, zwei Nahversorger anzusiedeln ohne finanzielle Risiken für Erschließung, Erstellung und Betrieb tragen zu müssen.  

Wird eine Lösung realisiert, die wenig Konfliktpotential zum geltenden Planungsrecht enthält, ist mit einem Zeitraum von 2 bis 3 Jahren zu rechnen, bis die Märkte der Wöllstädter Bevölkerung zur Verfügung stehen.

 

 

          

Amtliche Bekanntmachung Bebauungsplan NW 22 Amtliche Bekanntmachung Bebauungsplan NW 22

Zusätzliche Informationen anfordern... Zusätzliche Informationen anfordern...

Aktuelles
 

Tag des Waldes

mehr...

mehr... 

Veranstaltungen
 
24.03.2017
Vortrag Lutherweg 1521
25.03.2017
Concordia Night
26.03.2017
Kindersachenflohmarkt
 

Zum Seitenanfang Seitenanfang  News-Übersicht News-Übersicht  Datenschutz Datenschutz  Impressum Impressum